Neues Spiel, altes Leid – Eagles bleiben in Pirna hinter ihren Möglichkeiten

Am Wochenende stand der erste Spieltag bei den Pirna Lions an, die in dieser Saison das erste Mal an der Deutschen Intercrosse Liga teilnehmen. Wegen der langen Anreise entschlossen sich die Essener Intercrosser bereits am Freitag anzureisen, eine nicht problemlose Fahrt wie sich zeigen sollte. Anstatt üblicher sechs Stunden waren die Eagles fast zwölf Stunden unterwegs. Der gemietete Bulli stand zunächst nicht am vereinbarten Platz, musste dann aus Mönchengladbach abgeholt werden und war zudem nicht mit Sitzen ausgestattet. Nett ausgedrückt: Eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Im Laufe des Vormittags wurden die Eagles dann darüber informiert, dass der CVJM Brackwede nicht antreten wird. Vier kurzfristige Krankheitsfälle, dezimierte die Spielerzahl der Bielefelder derart, dass auch Ergänzungen durch fremde Spieler nicht möglich waren. Weil die Brackweder als zweiter Gegner der Essener angesetzt waren, stand bereits vor dem Spieltag fest, es würde nur ein Pflichtspiel geben. Das Spiel gegen die den CVJM Brackwede wird 10:0 für Essen gewertet.

Somit konnte der Fokus voll auf das erste Spiel des Tages gegen die Pirna Lions gelegt werden. Die Essener konnten mit neun mitgereisten Feldspielern in Personalfragen aus dem Vollen schöpfen und waren vor dem ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Liga hoch motiviert. Von Beginn an kamen die Eagles jedoch nicht gut ins Spiel. Mit einem Ergebnis von 1:6 nach den ersten zwölf Minuten konnte man nicht zufrieden sein.

Im Anschluss fand das Team aus der Ruhrmetropole besser ins Spiel und erhöhte vor allem die zuvor schwache Toreffizienz. So stand es zur Halbzeit 7:12 und beiden Mannschaften lieferten sich einen höchst engagierten Kampf um die Punkte. Die Leistungssteigerung der Eagles setzte sich fort und das dritte Viertel konnte mit 4:2 für sich entschieden werden. Doch die Niederlage vermochten auch die zielsicheren Dominik Drese und Felix Geisen, die zusammen 11 der 16 Tore erzielten, nicht abwenden. Die vom Heimpublikum unterstützten Lions konnten trotz vermehrter technischer Fehler den Vorsprung bis zum Abpfiff halten und gewannen mit 16:20.

Die Intensität des Spiels lässt sich beispielhaft an der Foulanzahl ablesen. Mit insgesamt 16 persönlichen und Teamfouls haben die Sachsen wohl einen neuen Ligarekord aufgestellt. Dass das Spiel dennoch bis zum Ende geordnet verlief, war der guten Schiedsrichterleistung von Dominik Gerhard zu verdanken.

Am Ende muss man leider sagen, dass die Eagles wieder keine konstante Leistung auf das Spielfeld bringen konnten. Ließen zuletzt die Leistungen gegen Ende des Spiels nach, konnten die Eagles heute im ersten Viertel nicht überzeugen.

Es wäre aber falsch das Essener Spiel schwarz zu malen! Nach den ersten zwölf Minuten legte die Mannschaft einen leidenschaftlichen Kampf hin. Die so intensiv trainierte Defensive konnte stabilisiert werden. Mit Julia Bellenbaum feierte eine weitere Debütantin ein vielversprechendes Debüt. Das Team hat sich nach dem Rückstand nicht aufgegeben und einen starken Charakter bewiesen.

Durch das Fehlen des CVJM Brackwede waren die Organisatoren zum Improvisieren gezwungen. So wurde ein Freundschaftsspiel zwischen den Eagles und den L.A. Panthers angesetzt. Das Team aus Langenberg wurde durch einige Spieler der Pirna Lions unterstützt, die im ersten Spiel nicht eingesetzt wurden. Das Spiel kam nie über den Freundschaftsspielcharakter hinaus und endete mit 5:8 für Essen. Dennoch zeigten die Eagles einige ansehnliche Passstafetten und konnten das Spiel nutzen, um sich weiter aufeinander einzuspielen.Der nächste Ligaspieltag findet am 16.04.2016 in Bad Marienberg statt. Dort treffen die Eagles wieder auf die Lions und sehnen sich nach Revanche.  Mit einer konstanten Leistung ist zweifelsfrei ein Sieg möglich.

Eagles Fly!

M. Bergmann

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